Hyaluronsäure – ein wichtiger Bestandteil der Haut

Hyaluronsäure – ein wichtiger Bestandteil der Haut

Ein Name kann manchmal täuschen: Die Hyaluronsäure ist zwar von ihrer chemischen Struktur und ihrer Zusammensetzung her eine Säure, doch hat sie nichts mit einer ätzenden Substanz zu tun. Im Gegenteil – obwohl sie zur Klassifikation der Säuren gehört, hat sie einen fast neutralen, sogar leicht alkalischen PH-Wert von 7,2! Sie ist ein Polysacharid, das in langen, linearen Ketten auftritt und viele Funktionen im Körper hat. Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil des extrazellulären Raumes allgemein. So erfüllt sie auch im Zellgewebe der Haut wichtige Funktionen. Hyaluronsäure besitzt ganz besondere chemische Eigenschaften: Sie hat vor allem die aussergewöhnliche Fähigkeit, in einem sehr hohen Mass Wasser bzw. Gewebsflüssigkeit zu binden. Hyaluronsäure kann das über 5.000fache an Flüssigkeit an sich binden. Dadurch kann sie z.B. das sie umgebende Gewebe stabilisieren. In der Haut sorgt das Kollagengeflecht der Lederhaut für Festigkeit, doch stellt es lediglich ein Gerüst dar. Der Raum zwischen den Kollagenfasern muss jedoch ausgefüllt werden. Dies geschieht durch die Gewebsflüssigkeit, die sich hier jedoch nicht richtig halten könnten, würden sie nicht durch die Hyaluronsäure am Wegfliessen gehindert. Durch ihre sehr ausgeprägte Wasserbindungsfähigleit reichen bereits äusserst kleine Mengen dieser Substanz aus, um dies in genügendem Umfang zu gewährleisten.

Der Abbau der Hyaluronsäure in der Haut beim Altern

Bereits ab einem Alter von etwa 25 Jahren kommt ein zuerst kaum merklicher, doch langsam sich bemerkbar machender, kontinuierlicher Prozess des körperlichen Abbaus in Gang. Das Altern ist durch die Stoffwechselvorgänge bedingt und ist in allen Körpergeweben zu beobachten, beispielsweise im Knochengewebe, das mit zunehmendem Alter an Substanz verliert und auch von seiner Festigkeit her abnimmt. Auch in der Haut sind Alterungserscheinungen im Verlauf der Zeit immer deutlicher zu erkennen, denn auch das Bindegewebe der Haut altert. Sowohl das festigende Kollagengeflecht, als auch der Anteil der wasserbindenden Hyaluronsäure schrumpfen. Die Haut wird dünn und dünner, und sie legt sich mehr und mehr in Falten. Als Gegenmassnahme kann der Haut die verlorengegangene Hyaluronsäure wieder zugeführt werden, wobei dann wieder mehr Gewebsflüssigkeit gebunden wird, was der Haut wieder Fülle verleiht. Mit Zugabe von Hyaluronsäure werden gleichzeitig auch das Wachstum sowie die Neubildung von Kollagenfasern angeregt, so dass in der Haut ein Aufbau- und Regenerierungsprozess ausgelöst wird.

In welcher Form kann Hyaluronsäure der Haut hinzugefügt werden?

Hyaluronsäure ist ein natürlicher, organischer Baustoff und bei allen Wirbeltieren identisch. Sie unterscheidet sich in keiner Weise, ob sie nun beim Menschen oder bei einem Tier anzutreffen ist. Hyaluronsäure kann inzwischen durch Zellkulturen hergestellt werden, wobei sie exakt dieselbe Beschaffenheit und dieselbe chemische Struktur hat, wie beim Menschen. Fügt man solche Hyaluronsäure der Haut durch Unterspritzung hinzu, so werden keinerlei Abwehrreaktionen durch den Körper hervorgerufen, denn es handelt sich um eine körperidentische Substanz. Allenfalls wenn sie verunreinigt wäre, können allergische Reaktionen auftreten. Der einzige „Nachteil“ einer Unterspritzung der Haut mit Hyaluronsäure liegt darin, dass diese Substanz mit der Zeit vom Körper wieder abgebaut wird. Sie verbleibt im Hautgewebe also nicht permanent, sondern wird nach und nach resorbiert, wobei auch ihre Wirkung entsprechend nachlässt. Hyaluronsäure ist Bestandteil der meisten Filler, die in der dermatologischen Kosmetik verwendet werden. Sie ist es, die nach einer Unterspritzung die glättende Wirkung in der Haut entfaltet.

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Hyaluronsäure-Präparate?

Wie schon erwähnt, ist Hyaluronsäure ein Polysacharid, das nicht als Einzelmolekül auftritt, sondern bei dem sich die Moleküle in Ketten aneinanderreihen. In ihrer natürlichen Vorkommensweise ist die Anordnung in Kettenform immer linear. Bei der Herstellung von Hyaluronsäure auf biosynthetischem Weg hat man versucht, die Polysachharid-Ketten anschliessend untereinander durch Querverbindungen zu vernetzen, damit die Kettenstruktur stabiler wird. Hintergrund ist, dass Hyaluronsäure in Form von einzelnen, linearen Ketten vom Körper schneller resorbiert wird als dann, wenn sie in vernetzter Form vorliegt. Durch komplexe Verfahren ist es gelungen, sogar mehrfach vernetzte Hyaluronsäure herzustellen, die besonders langlebig ist, das heisst, die eine besonders langanhaltende Wirkung hat. Nun ist es aber so, dass mit dem Vernetzungsgrad der Hyaluronsäure auch ihre Viskosität steigt – sie wird dadurch immer zähflüssiger und ist dann auch immer schwerer injizierbar: Ausserdem verteilt sie sich im Gewebe dann auch weniger gut. Oftmals wird in den Präparaten darum unvernetzte, flüssigere Hyaluronsäure mit vernetzter, zähfliessenderer vermischt, um bei noch ausreichender Einspritzbarkeit eine möglichst langanhaltende Wirkung zu erreichen. Bei den vielen Dutzenden an unterschiedlichen Hyaluronsäure-Präparaten gibt es grosse Unterschiede in ihrer Struktur und ihrer Zusammensetzung. Abhängig hiervon eignen sich die einen eher zur Unterspritzung von Gesichtsfalten, andere eher zur Stabilisierung und Volumengebung ganzer Gesichtspartien, andere hingegen vorwiegend zur Reparatur von Hautdefekten.

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