DR. MED. MARTIN ZOPPELT
Facharzt für Dermatologie · Venerologie · Zürich · Tel.: +41 44 262 11 99

Die verschiedenen Absaugtechniken einer Liposuction

Lipopulsing

Lipopulsing oder auch "monopolare Hochfrequenz Liposuction" genannt, bedeutet, dass die Fettzellen durch einen hochfrequenten, elektromagnetischen Spannungsimpuls aufgelöst werden. Danach wird das überschüssige Fettgewebe durch eine feine Kanüle abgesaugt. Diese Variante eignet sich besonders zur feineren Strukturierung, da mit sehr dünnen Kanülen gearbeitet wird.

Vibrationslipolyse

Im Volksmund ist die Vibrationslipolyse auch unter Rüttelmethode bekannt und bedeutet Vibrationstechnik oder Power Assisted Liposuction (PAL). Die Absaugung des Fettgewebes wird durch Vibration oder eben Rütteln der Absaugkanüle erleichtert. Es ist eine zusätzliche Variante, die sowohl für Lipopulsing als auch bei der Tumeszenztechnik ihren Einsatz findet.

Wasserstrahl-Liposuction

In dieser Technik wird eine Kanüle mit zwei Zuleitungen eingesetzt. In der einen Leitung wird ein mit Druck pulsierender Wasserstrahl in das Gewebe eingespritzt, in der anderen wird gleichzeitig die Flüssigkeit und das so gelöste Fett wieder abgesaugt. Daher auch der Name Wasserstrahl-Liposuction. Das dazu eingesetzte Wasser wird sofort wieder abgesaugt und verzerrt die zu bearbeitende Körperpartie nicht. Dies garantiert für den Arzt eine maximale Kontrolle der Konturen und für Sie das bestmöglichste Ergebnis. Der Eingriff wird unter Narkose durchgeführt, da kein Lokalanästhetikum hinzugefügt wird. Dies ist die neuste Methode der Liposuction und daher liegen noch keine Studien mit Langzeitergebnissen vor.

Ultraschall-assistierte Fettabsaugung

Unter UAL wird eine zusätzliche Variante des Fettabsaugens verstanden; die Ultraschall-Asisstierte Liposuction. Unter Einbezug von Ultraschall kann die Absaugung erleichtert und so verbesserte Ergebnisse zustande gebracht werden. Die Fettzellen werden verflüssigt und deren Fettwände aufgelöst indem vor der Absaugung Ultraschallwellen appliziert werden. Als diese Variante neu entstand wurde sie sehr häufig eingesetzt. Mit der Zeit und der Entwicklung neuer Techniken zeigte sich jedoch, dass bei dieser Methode doch einige Nachteile lauern. Besonders die lange Operationszeit - insbesondere bei Eingriffen unter Vollnarkose - wird als nicht zulänglich betrachtet.

VASER-Liposuction

Eine zusätzliche und neue Weiterentwicklung in der Ultraschallabsaugung stellt die VASER-Methode dar. Durch den Einsatz von kleineren, nur noch halb so dicken Ultraschallsonden sind die Eintrittsschnitte noch kleiner (circa 3-4 mm). Das Zerstören des Fettgewebes (Emulgieren der Fettzellmembranen) erfolgt mit einer grösseren Wirkung, da die neuen Geräte weniger Energie streuen. Die hohe Wirkkraft der Energie wird somit verringert und etwaige Verbrennungen auf der Haut können minimiert werden. Auch zu dieser Variante liegen noch keine Studien mit Langzeitergebnissen vor.