DR. MED. MARTIN ZOPPELT
Facharzt für Dermatologie · Venerologie · Zürich · Tel.: +41 44 262 11 99
15.03.2019

Die Korrektur von Nase oder Kinn mittels Hyaluronsäure-Fillern – eine erprobte Alternative zum chirurgischen Eingriff

Nase und Kinn sind Gesichtspartien, die exponiert sind und die dem Betrachter sofort ins Auge springen, sofern sie Auffälligkeiten aufweisen. Nicht jeder ist mit seinem Gesicht zufrieden. Unterschwellig wird beim Betrachten harmonischer Gesichtsformen das Gegenüber eher positiv eingeschätzt; abweichende Gesichtsmerkmale bewirken hingegen eher das Gegenteil. Genetisch bedingt kann eine Nase z.B. einen Höcker oder eine Senke (einen Sattel) aufweisen. Auch das Kinn kann, von der erblichen Veranlagung her, etwas klein und unscheinbar geraten sein, oder es kann sogar eine fliehende Form haben, wodurch Mund und Nase etwas vorgeschoben erscheinen. Die Rede ist hier von Abweichungen von den mehr oder weniger willkürlich festgelegten Idealformen, die das Gesicht betreffen. Jeder Gesichtsbereich weist dazu auch kleine Asymmetrien auf. Das ist ganz normal, denn kein Gesicht ist ganz perfekt symmetrisch. Sind die Abweichungen von der Symmetrie jedoch relativ deutlich, kann das durchaus störend wirken – für den Betrachter, aber auch für den Betroffenen selber, der mit seinem Gesicht unzufrieden ist. Für Asymmetrien sind zumeist äussere Faktoren verantwortlich. Eine Nase kann durch einen Nasenbeinbruch in Schieflage geraten sein, bei manchen steht sie auch von klein auf, infolge des Geburtsvorgangs, etwas schief. Auch das Kinn kann durch einen Unfall oder aber durch einseitige Muskeleinwirkung, durch eine Fehlstellung der Zähne oder, seltener, auch durch eine Muskellähmung schief aussehen. Die kosmetische Dermatologie hat nun geeignete Mittel zur Hand, in vielen solchen Fällen korrigierend einzugreifen und positive Veränderungen im Gesicht herbeizuführen. Es sind behutsame Veränderungen, die keine befremdliche Umgestaltungen im Gesicht zur Folge haben, die andererseits auch nicht permanent sind: Es werden keine operativen, unumkehrbaren Eingriffe vorgenommen, ausserdem wird (zumindest in meiner Praxis) aus guten Gründen auch nur mit abbaubaren Füllstoffen gearbeitet. Ist das Resultat zufriedenstellend, kann die Behandlung (sobald die Wirkung nachlässt) in bestimmten Zeitabständen beliebig oft wiederholt werden, so dass das gewünschte Ergebnis jeweils wieder hergestellt wird.

Die Nasenkorrektur

Nicht jede Nasenform lässt sich beliebig verändern. Doch zur Verbesserung ihres Aussehens können selbst besonders stumpfe oder spitze, lange oder kurze Nasen in der einen oder der anderen Weise korrigiert werden. Das geeignete Mittel dazu ist die Unterspritzung an bestimmten Stellen mit einem Füllpräparat, einem gelartigen, mehrfach quervernetzten Hyaluronsäurefiller - wodurch eine Nasenkorrektur erreicht wird. Relativ leicht ist es, einen sogenannten Sattel bzw. eine Senkung des Nasenrückens aufzufüllen. Bei einem Höcker werden die anliegenden, tieferen Positionen aufgefüllt, wodurch die Erhebung abschwächt wird. Auch eine schiefe Nase lässt sich durch Unterspritzung so korrigieren, dass sie von der Optik her gerader erscheint. Die eingesetzten Füllpräparate lassen sich modellieren und behalten nach einiger Zeit ihre Form sehr gut. Das Ergebnis gleicht in den meisten Fällen dem einer operativen Korrektur, doch ist es nicht permanent. Die Nase verliert nach etwa neun Monaten ihr neugestaltetes Aussehen. Dann müsste die Einspritzung wiederholt werden. So eignet sich diese Behandlungsform auch für Personen, die vor einem operativen Eingriff an ihrer Nase vorerst noch zurückschrecken, vorab jedoch ausprobieren wollen, wie das voraussichtliche Resultat einer operativen Korrektur aussehen würde.

Kinnvergrösserung

Wie bei der Nase besteht auch beim Kinn die Möglichkeit, die Form zu verändern sowie das Volumen zu vergrössern. Auch hier handelt es sich um eine geringinvasive Behandlungsform, ohne operativen Eingriff, durch Unterspritzen mit einem Füllpräparat. Beim Kinn kommt neben den mehrfach quervernetzten Hyaluronsäurefillern als Füllstoff auch Radiesse, ein Material auf Basis von Calcium-Hydroxylapatit in Frage. Wie auch bei der Nase gilt beim Kinn, dass nicht jede Form beliebig umgestaltet werden kann, doch dass sich in vielen Fällen durch Unterspritzung eine Verbesserung erzielen lässt. Die Rede ist von Kinnvergrösserung  sowie von Umgestaltung der Kinnform. Auch an diesem Gesichtsteil wird der Füllstoff in tiefere Hautschichten injiziert und anschliessend durch Modellierung in die gewünschte Form gebracht. Oftmals wird dadurch eine Harmonisierung der gesamten Gesichtsform erreicht, zumal wenn das Oval dadurch unterstrichen und  zum Ausdruck gebracht werden kann. Nicht selten wird das besser erreicht, wenn zusätzlich auch die sogenannten Fettbäckchen reduziert werden – dies kann z.B. durch Injektionslipolyse erfolgen. Manchmal kommt die Kinnpartie auch besser zur Geltung, wenn durch Fettabsaugung ein bestehendes Doppelkinn etwas verkleinert wird. Ein Kinnaufbau mit vom Körper resorbierbaren Füllstoffen bringen hervorragende Ergebnisse, die bis zu einem Jahr anhalten können. Zu einer Auffrischung des Resultats müsste die Behandlung danach wiederholt werden.