DR. MED. MARTIN ZOPPELT
Facharzt für Dermatologie · Venerologie · Zürich · Tel.: +41 44 262 11 99

Kinnvergrösserung mit Hyaluronsäure oder Radiesse

Patienten mit einem kleinen oder fliehenden Kinn wünschen sich oftmals eine Verbesserung dieses Gesichtsbereichs. Massnahmen zur Vergrösserung des Kinns sind ist auch ohne eine operativen Eingriff möglich. Eine Korrektur dieser Gesichtspartie wird mittels Füllmaterialien wie Hyaluronsäure und Radiesse (Calcium hydroxylapatit) ausgeführt. Eine solche geringinvasive Behandlungsform zur Kinnvergrösserung ist sowohl für den Patienten als auch den Arzt mit weniger Aufwand verbunden, wobei das Resultat sich sehen lassen kann. Diese Behandlung wird unter Lokalanästhesie durchgeführt.

Die Vergrösserung der Kinnregion ist eine Modellierung. Dafür werden dickflüssige, mehrfach vernetzte Hyaluronsäuren verwendet, also Präparate, die zähflüssiger sind als die zur Faltenunterspritzung eingesetzten. Eine solche, stark vernetzte Hyaluronsäure oder auch Radiesse (Calcium hydroxylapatit) wird relativ langsam vom Körper abgebaut und hält dann auch entsprechend lange. Je nach Präparat ist die Wirkungsdauer zwischen einem und anderthalb Jahren. Man spritzt das Material direkt an den Kinnknochen und modelliert dann die eingeführte Masse von aussen.

Eine Kinnvergrösserung mittels Unterspritzung mit Hyaluronsäure oder Radiesse ist auch für Patienten, die eine dauerhafte Vergrösserung des Kinns durch Operation in Erwägung ziehen, eine gute Gelegenheit zum 'Ausprobieren', also um zu sehen, wie das operative Ergebnis aussehen würde. Denn das Resultat bei der Unterspritzung gleicht dem einer permanenten Kinnvergrösserung durch Operation.

Behandlung des fliehenden Kinns durch Kinnaufbau, ohne Operation

Ist das Kinn eher schwach ausgebildet, so erscheinen Mund und Nase weit vorgeschoben. Das kann, erblich bedingt, schon in jungen Jahren der Fall sein, doch verstärkt sich das Phänomen im Laufe der Zeit. Denn mit zunehmendem Alter verlieren sowohl Kinn als auch die Gesichtsregion des Unterkiefers an Volumen. Es kommt zu Veränderungen der Gesichtsform, die störend wirken können, weil das Gesicht von seiner ovalen Idealform immer mehr abweicht. Bereits ab Mitte Dreissig beginnt die Haut deutlich abzubauen, und zwar verändert sie sich besonders in den tieferen Schichten  des Fettgewebes und der Muskeln. Die Haut verliert nach und nach an Volumen, Elastizität und Spannkraft. Ihre vorherige Glätte kommt ihr abhanden und es bilden sich Fältchen in Form des sogenannten Pflastersteinmusters. Gleichzeitig sackt die Wangenhaut ab und es bilden sich dann zusätzlich Hängebäckchen aus. Schwindendes Kinn und abgesackte Hängebacken verstärken ihren negativen optischen Effekt gegenseitig. Ziel der Kinnbehandlung ist, durch Aufspritzen von Hyaluronsäure oder Radiesse die Kinnspitze vorzuschieben und dadurch dem Gesicht eine harmonischere Form zu geben.

Fehlendes Fettvolumen der Unterhaut gleicht man gut durch Zuführen von Füllmaterialien aus. Unterspritzten lassen sich unterschiedliche Präparaten von Hyaluronsäuren wie Juvederm, Bellotero, Restylane, Teosyal, Surgiderm, Restylane SubQ oder Juvederm Voluma. Das Volumen nimmt zu, und die Haut sieht wieder glatt aus. Weil in der Regel auch die Muskelanspannung im Kinnbereich zur Faltenbildung beiträgt, wird zusätzlich an die dafür geeigneten Stellen der Kinnmuskeln Botulinumtoxin A gespritzt. Diese Behandlung sollte von einem erfahrenen Arzt vorgenommen werden, weil die Injektionsorte und die Dosis genau bemessen sein müssen. Andernfalls kann es zu unangenehmen Überraschungen kommen!

Es wird eine Lokalbetäubung herbeigeführt, und zwar mit der der stumpfen Kanüle pix`L-Nadel, die das Unterhautgewebe schonender durchdringt als dünne Nadeln. Als Begleiteffekt bilden sich dann auch viel weniger blaue Flecken bzw. Hämatome, und auch die Schmerzen sind geringer.

Das Behandlungsergebnis dieser Unterspritzung mit Fillern wie Hyaluronsäure oder Radiesse hält etwa 6 - 12 Monate an. Die Massnahme lässt sich beliebig wiederholen.

Einseitiges oder unsymmetrisches Kinn, schiefes Gesicht

Ursachen für Asymmetrien im Gesicht können vielfältig sein: Unfälle, einseitige Muskeleinwirkung bei einer Fehlstellung der Zähne, operative Eingriffe oder Lähmungen führen zu Veränderungen im Unterhautfettgewebe des Kinnbereichs. Die Folge davon kann dann ein schief wirkendes Gesicht sein. Die Symmetrie lässt sich durch Aufspritzen mit einem Hyalronsäure-Gel wieder erreichen. Die ausgeglichene Gesichtsform kann dadurch weitgehend wieder hergestellt werden. Auch das Doppelkinn kann in seiner ausladenden Form abgemildert werden, und zwar durch Fettabsaugung oder, bei weniger Fettmasse, durch Injektionslipolyse.