DR. MED. MARTIN ZOPPELT
Facharzt für Dermatologie · Venerologie · Zürich · Tel.: +41 44 262 11 99

Faltenbehandlung der Augenringe und der Tränenfurchen

Durch Unterspritzen von Hyaluronsäure werden Augenringe und Tränenfurchen angehoben.

Dunkle AugenringeAugenringe werden durch genetische Veranlagung verursacht, können sich aber auch infolge von äusseren Faktoren herausbilden. Ihre dunkle Färbung können Augenringe durch Schattenbildung erhalten, oder es kann ein venöses Gefässgeflecht in dieser Gesichtszone durchscheinen. Häufig handelt es sich aber auch um eine Überpigmentierung. Parallel zur Ausbildung von auffälligen Augenrändern und tiefen Augenringen können sich auch die Tränensäcke vergrössern.

Augenringe loswerden und Augenränder entfernen

Das Areal der unteren Augenränder besteht aus sehr dünner Haut. Mit fortschreitendem Alter nimmt das Unterhautfettgewebe ab und das Mittelgesicht sackt langsam nach unten. Dabei kommt es zu einer Faltung der eingesunkenen Haut dieses Bereichs, wobei sich zusätzlich auch die Pigmentierung verstärkt. Das Zusammenspiel von dunklem Schatten und tiefen Augenringen führt dann zu dunklen Augenrändern.

Dunkle Augenränder können gut mit Hyaluronsäure-Gel verringert und dadurch verschönert  werden. Man unterspritz und unterfüllt die Augenringe mit einem geeigneten Präparat. Eine weitere Möglichkeit, die Augenringe zu verringern, ist das Unterspritzen der Tränenfurchen mit Hyaluronsäure, wobei diese angehoben werden. Das ist eine sehr wirksame Methode, und das Ergebnis kann sich zeigen lassen.

Nach einer Behandlung wirkt das Gesicht wesentlich ausgeruhter, weil auch die Augen mit dieser Massnahme eine frischere Ausstrahlung bekommen. Unterspritzt man die Augenringe, so fallen auch die sich gebildeten Tränensäcke in geringerem Masse auf.

Welches Material kommt zum Einsatz?

Zum Unterspritzen der Augenringe  bzw. der Tränenfurchen werden nur hochwertige Hyaluronsäure-Präparate (z.B. Restylane®, Juvederm 3®, Belotero Basic ®,Surgiderm®, Teosyal®) verwendet.

Die Behandlung erfolgt  in der Regel in zwei Etappen: Auf die Erstbehandlung folgt zumeist nach einigen Monaten eine zweite, um den Augenrandbereich zu korrigieren und, falls nötig, weiter aufzufüllen. Die Zweitbehandlung verlängert die Beständigkeit des erzielten Unterspritzungsresultats. Der erreichte Effekt ist jedoch individuell unterschiedlich und hängt natürlich auch vom Material ab, das bei der Augenränder-Behandlung eingesetzt wurde.

Wie erfolgt die Behandlung?

Zuerst wird die Haut im zu behandelnden Areal der Augenringe/Tränenfurche zur Lokalanästhesie mit einer Creme betäubt. Im Bereich der Delle wird das Gel mit einer feinen Kanüle eingespritzt. Wegen der Betäubung sind die Einstiche  kaum spürbar. Allenfalls wenn dann die Hyaluronsäure eingespritzt wird, verursacht dies mitunter ein etwas drückendes, leicht unangenehmes Gefühl. Die lokale Betäubung wirkt etwa bis zu einer Stunde nach der Behandlung. Üblicherweise wird  unmittelbar nach Einführung des Fillers ein Kühlkissen auf die behandelte Stelle gelegt und eine Zeitlang Druck damit ausgeübt. Bald nach Behandlung können die behandelten Hautstellen im Augenbereich überschminkt werden.

Wann kann man das Ergebnis sehen?

Bereits unmittelbar nach dem Aufspritzen der Augenringe ist das positive Ergebnis sichtbar. Mit dem eingespritzten Hyaluron-Gel werden auch tief eingezogene Tränenfurchen sofort angehoben. Nach wenigen Tagen ist dann auch das annähernde Endergebnis zu sehen. Nach der Behandlung durch Unterspritzung bilden sich manchmal leichte Farbveränderungen und kleine Unebenheiten. Schon nach wenigen Stunden verschwinden diese Verfärbungen der Augenringe. Die kleinen Unebenheiten verändern sich auch durch das An- und Abschwellen der Behandlungsregion, und sie glätten sich innerhalb weniger Tage. In der Regel ist man bereits einige Stunden nach Behandlung mit Überschminken wieder voll gesellschaftsfähig, vorausgesetzt es bildet sich kein grösseres Hämatom.

Risiken bei der Behandlung der Augenringe mit Hyaluronsäure:

Durch die Behinderung des Abflusses kleiner Gefässe im Behandlungsbereich sind vorübergehend Schwellungen möglich. Relativ häufig kommt es zu Hämatomen bzw. zu  kleinen blauen Flecken. Gleich nach der Unterspritzung muss mit geringen Unebenheiten am Unterlid gerechnet werden, die sich jedoch nach einigen Tagen zurückbilden. Selten verschiebt sich das Material. Auch bilden sich nur selten Knoten, und wenn sie auftreten, dann lassen sie sich gut mit Hyaluronidase entfernen. Im Augenbereich können sich gelegentlich Verfärbungen bilden, es handelt sich dabei aber meistens lediglich um das  Durchscheinen venöser Gefässe.

Bei einer bereits sehr stark erschlafften Haut im Bereich des Augenunterlids, reicht das Unterspritzen von Hyaluronsäure manchmal nicht mehr aus. Dann ist ein operativer Eingriff durch den Plastischen Chirurgen erforderlich.