DR. MED. MARTIN ZOPPELT
Facharzt für Dermatologie · Venerologie · Zürich · Tel.: +41 44 262 11 99

Die Behandlung der Hyperhidrose mittels Laser

Eine Laserbehandlung bei Hyperhidrose kommt in der Regel für den Bereich der Achselhöhlen, also bei Hyperhidrosis axillaris in Betracht.

Warum eine Laserung bei Hyperhidrose wenig sinnvoll ist

Generell wird der Laser bei Behandlung der Hyperhidrose eher selten eingesetzt. Das liegt vor allem daran, weil der Laserimpuls durch das gebündelte, stark fokussierte Licht eine gezielte, jedoch relativ grosse Energiemenge in einem örtlich sehr begrenzten Punkt (oder besser gesagt: in der Fokusenebe des Lasers) freisetzt, die im Gewebe eine Hitzeentwicklung auslöst. Die Schwierigkeit besteht darin, gezielt die Schweissdrüsen zu „treffen“, anderenfalls wird die Energie bzw. die Hitze in Gewebeteilen freigesetzt, wo sei Schaden anrichtet. Mit anderen Worten: Weil der Laser nicht flächig wirkt, sondern punktgenau eingesetzt werden muss, ergeben sich je nach Einsatzgebiet Vorteile, aber auch Nachteile. So ist der Laser z.B. sehr gut zum Depilieren zu verwenden, weil der Laserstrahl relativ zielgenau zu den Haarwurzeln geleitet werden kann. Die Schweissdrüsen lassen sich zwar anhand der Poren ebenfalls lokalisieren, doch ist dies deutlich schwieriger als bei den Haaren.

Saugkürettage ist die bessere Variante

Vor einer Laserbehandlung wird eine Saugkürettage der Schweissdrüsen im Achselbereich durchgeführt. Danach erst kommt der Laser zum Einsatz, so dass nicht sicher ist, ob nun der Laser oder die Kürettage den Erfolg verursachen. Eines ist sicher: Eine Laserung ohne vorherige Saugkürettage ist nicht erfolgreich. Es handelt sich also um eine teure Zusatzbehandlung mit einem eher geringen Wirkungsgrad. Wer einen Laser gekauft hat, bietet natürlich die Behandlung an, aber eine Lasermethode ist bei Hyperhidrose nicht nötig und wird in Zukunft sicher abgeschafft.