DR. MED. MARTIN ZOPPELT
Facharzt für Dermatologie · Venerologie · Zürich · Tel.: +41 44 262 11 99

Hyperhidrosis: Die schonendste Behandlung erfolgt mit Botulinumtoxin A

Vermehrte Schweisssekretion in den Achselhöhlen, den Handflächen, Fusssohle oder anderen Körperregionen kann ein grosses individuelles Problem darstellen, vor allem im und sozialen Umgang. Hyperhidrose (Hyperhidrosis) ist definiert als vermehrte Schweisssekretion. Bromhidrose nennt man die vermehrte Produktion von übelriechendem Schweiss.

Therapiemethoden Botulinum-Toxin

Die Nervenübertragung auf die Schweissdrüsen wird durch den Stoff Acetylcholin gesteuert. Diese Übertragung wird durch Botulinumtoxin A gestört. Bei der Behandlung wird Botulinum-Toxin gleichmässig in die Haut der Achselhöhle, der Handflächen oder Fusssohlen injiziert.

Der Eingriff wird von den Patienten im Achselbereich sehr gut ohne Anaesthesie vertragen, im Bereich der Handflächen oder an den Fusssohlen ist der Eingriff aber schmerzhaft und sollte in Dämmerschlaf- oder in Regionalnarkose durchgeführt werden. Die Wirkung klingt nach ca. 3 - 6 Monaten wieder ab. Deshalb sind mindestens zwei Behandlungen pro Jahr notwendig. Die Behandlung mit Botulinum-Toxin wirkt immer, ist aber auf Dauer sehr kostspielig.

Saugkürettage (absaugen der Schweissdrüsen) bei Hyperhidrose, ist eine gute relativ schonende Behandlungsmethode.

Chirurgische Excision

Die invasivste Massnahme für die Hyperhidrose der Achselhöhle ist die komplette Entfernung der Haut und des Fettgewebes mit anschliessender Verschiebelappenplastik oder freier Hauttransplantation.

Thorakale Sympatektomie

Die Schweisssekretion wird durch das sympathische Nervensystem gesteuert. Über einen endoskopischen Zugang (Thorakoskopie) wird nahe an der Wirbelsäule das sympathische Nervengeflecht zerstört.